Dienstag, 12. Januar 2010

Ein bisschen Strand für zwischendurch

Unglücklicherweise wurde ich vor unserem Trip nach Santos krank. Naja, eigentlich bekam ich nur Fieber und somit fiel unser Ausflug erstmal flach. Aber wir hatten brasilianische Wundermittel zur Hand und nach 2 Stunden war mein Fieber auch schon wieder weg. Am nächsten Tag konnten wir also losziehen.



Super Wetter in Santos! Wir entschieden uns anstatt über die Landstraße direkt am Meer entlang zu fahren. Ich glaube, insgesamt waren es knapp 40km Strandpromenade von verschiedenen Städten...




Entlang der Hauptstraße in Santos gab es viele alten Gebäude zu sehen. Zum Mittagessen machten wir halt in einem Einkaufszentrum, um uns für die weitere Reise zu stärken. Um weiter am Strand entlangfahren zu können, mussten wir sogar mit der Fähre über das Meer von Santos nach Guaruja fahren. Und dann konnte ich auch endlich mal die Panoramafunktion meines Fotos testen (weil wir uns verfahren hatten):


Dann wieder die Hälfte des Weges zurück (mittlerweile war es schon 17 Uhr) auf der Suche nach Praia de Pernambuco. Dieser Strand war einst ein rein privater, musste aber aus verschiedenen Gründen wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der (einzige) Eingang ist allerdings sehr versteckt... Das zweite Bild ist tatsächlich aus der Mitte des Meeres aufgenommen worden (kleine Sandbank).




Leider kamen wurden das Bananaboat und die Jetskistände gerade geschlossen, als wir ankamen... der Rückweg nach Peruibe gestaltete sich allerdings als eine Fahrt ins Ungewisse. Wir entschieden uns, diesmal über die Autobahn zurückzufahren. Falsche Abfahrt. Richtige Abfahrt geschlossen. Keine Umleitungsschilder. STAU. Nach knapp einer Stunde erreichten wir Cubatao. Diese Stadt gilt als die schmutzigste in ganz Brasilien. Ihren Ruf verdankt sie den zahlreichen Fabriken, die sich dort angesiedelt haben. Noch bis heute kommen dort Kinder zur Welt, bei denen sich das Gehirn nicht entwickelt hat. Da wir zur Abendessenszeit immernoch im Auto im Stau steckten, beschränkte sich das ganze auf Kokoskuchen und Bier. Erst um halb 12 erreichten wir Peruibe. Für die gesamte Rückfahrt hatten wir fast 5 Stunden gebraucht (80km). Von diesem Stress mussten wir uns dann erstmal erholen und somit verbrachten wir die nächsten Tage in Peruibe, besuchten ein deutsches Restaurant und sulten uns im pipiwarmen Pool und Strand.


Sonntag, 3. Januar 2010

Weihnachten mal anders

23.12.2009, 4 Uhr morgens. Es klopft an der Tür. Aufwachen, schnell anziehen und die letzten Sachen im kleinen Renault Clio verstauen. Unsere Reise an den Strand in Peruibe startet. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir etwa 9 Stunden später schweißgebadet und k.o. ankommen würden.




Jedenfalls waren wir überglücklich, als wir endlich ankamen und feststellten, dass unsere Unterkunft über einen Pool verfügte :) Das Haus teilten wir uns übrigens mit der Verwandtschaft der Familie... 10 Leute auf engstem Raum - juhu!

Auf dem Weg zu Strand entdeckten wir dann Palmen mit Kokosnüssen, Bäume mit Papayas und exotische Pflanzen. Irgendwie entsprach das schon eher meinen Vorstellungen von Brasilien! Ach ja, es war übrigens ziemlich heiß - und das einen Tag vor Weihnachten (sehr merkwürdiges Gefühl).



Hier also der Strand von Peruibe: kristallklares Wasser, Wassertemperatur von... naja sagen wir mal ca. 28 Grad und feinster (zwar grauer aber trotzdem schöner) Sand (mit kleinen goldenen Einschlüssen). Weihnachten selbst verbrachten wir natürlich auch am Strand. Leider fing es dann an zu regnen...





Anstatt des gewohnten Gansessens am ersten Weihnachtsfeiertag ging es diesmal ab in die Wildnis. Abenteuerurlaub würde das ganze auch gut beschreiben und eventuell auch die Tatsache, dass ich mein Auto nicht durch das Gestrüpp und den nicht befestigten Weg gejagt hätte. 3okm Ruckelpiste - besser als Achterbahn! Mir wurde schlecht, was zugegebenermaßen nicht sehr schwer war bei der Hitze und dem Gewackel.

Ach ja und es gibt tatsächlich Campingplätze in Brasilien. Meiner Meinung nach nicht erreichbar für Campingwagen oder Wohnmobil; lediglich Zelten ist möglich.






Der Grund für die abenteuerliche Fahrt war übrigens ein Strand irgendwo in einem Naturschutzgebiet zwischen den Bergen. Soooo toll fand ich es dort nicht, aber die Muscheln waren toll und die Tierchen dort auch. Interessant war auch das Zusammentreffen des Süßwasserflusses mit dem Salzwassermeer.



Ein paar Angler versuchten, ein paar Fische aus dem Fluss zu fangen. Einer von ihnen hatte im wahrsten Sinne des Wortes großes Glück.


(Er war sichtlich stolz, denn alle Anwesenden drängten sich um sein Motorrad, um den Fisch zu fotografieren. Dann zog er auf dem Motorrad, unter einem Arm sein Surfboard und auf dem Rücksitz der Fisch, von Dannen...)

Auf dem Rückweg vom Strand hatte ich mich dann auch an das Gewackel gewöhnt und wir machten auf halber Strecke halt an einem Wasserfall. Leider war es total überfüllt. An diesem Tag meisterte ich übrigens auch das Laufen in Flip Flops - das waren die einzigen Schuhe, die ich dabei hatte und mit denen musste ich über Stock und Stein den Weg zum Wasserfall rauf.



Für mich war das Wasser zu kalt zum Schwimmen. Milena und Jorge trauten sich allerdings. Am Abend besuchten wir noch ein kleines japanisches Fest im Stadtzentrum. Alte Erinnerungen wurden wach. Unter anderem gab es dort jedoch auch Kuriositäten wie den neuen Michael Jackson Manga...






Den zweiten Weihnachtsfeiertag verbrachten wir in Peruibe am Strand und im Pool. Zudem planten wir unseren nächsten Trip nach Santos und Umgebung.